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Das Immunsystem stärken mit einer gesunden Darmflora

Gesunder Darm – starkes Immunsystem

Das Immunsystem dient dazu, Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten oder andere körperfremde Stoffe abzuwehren wie auch körpereigene Vorgänge zu überwachen. Bei der Immunabwehr spielt das lymphatische System eine besondere Rolle. Zu ihm zählen: Mandeln (Tonsillen), Milz, Knochenmark, Lymphgefäße, Lymphknoten, Thymus und der Wurmfortsatz (Appendix vermiformis).

Man unterscheidet zwischen der angeborenen und erworbenen Immunreaktion. Während die angeborene Immunantwort im Erbgut repräsentiert ist, wird die erworbene vom Immunsystem erlernt. Die Komponenten beider Immunantworten lassen sich darauf aufbauend noch in die zelluläre- oder humorale Immunreaktion einordnen. Zur zellulären Immunantwort gehören sämtliche, von Zellen koordinierte Abwehrprozesse (z.B. B- und T-Lymphozyten, Granulozyten, Makrophagen). Dagegen funktioniert die humorale Abwehr mittels spezieller Proteine (z. B. Antikörper, Interferone, Zersetzungsenzyme). Nur das Zusammenspiel der allgemeinen, zellulären und humoralen Abwehr bildet ein hocheffektives Immunsystem.

80 % des Immunsystems befinden sich im Darm …

… was auch heißt: Ein gesunder Darm bildet die Grundlage für einen gesunden Körper

Als größtes Organ des Menschen spielt der Darm und damit zusammenhängend die Verdauung eine entscheidende Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Der Darm gliedert sich in mehrere Abschnitte, die mit Schleimhaut ausgestattet sind. Je nach Säure- oder Basenmilieu sind unterschiedliche Bakterienarten auf der Darmschleimhaut angesiedelt. Die Billionen von Darmbakterien bilden die sogenannte Darmflora, die eigentliche Grenzfläche zwischen Darm und Außenwelt. Ist die Darmflora gesund, bildet sie eine Abwehrbarriere zum Schutz vor Krankheitserregern und Giftstoffen. Darüber hinaus sorgen die „guten“ Darmbakterien für die Produktion von Nährstoffen und sind an der Aufschlüsselung der Nahrung beteiligt. Probleme mit dem Darm beginnen eigentlich schon im Mund, z. B. durch schlechte Zähne und schlechtes Kauen.

Mit Hunderten verschiedener Arten von Keimen verarbeitet der Darm die mit der Nahrung aufgenommen Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette und Vitalstoffe und leitet sie weiter in den Körper. Ungleichgewichte entstehen zum Beispiel durch Antibiotika, Umweltbelastung und besonders auch durch Stresssituationen, körperlich und emotional.

Das Immunsystem befindet sich zu 80% in der Wand des Dünn- und Dickdarmes. Immunglobuline (Eiweißkörper mit Abwehreigenschaften) werden zum großen Teil im Darm gebildet. Dies macht nachvollziehbar, dass alle Störungen des Darmes zu Fehlentscheidungen des Immunsystem insgesamt (Abwehrschwäche oder überschießende Entzündungen) führen können. Im Darm entscheidet sich, ob wir für Infekte anfällig sind, zu Allergien neigen oder chronische Erkrankungen haben.

Die gesunde Darmflora wehrt Krankheitserreger ab, ist für eine gesunde Verdauung verantwortlich und erhöht die Bioverfügbarkeit wichtiger Vitalstoffe aus der Nahrung. Im Darm werden somit die für die Aufrechterhaltung der Mitochondrienfunktion notwendigen Mikro – und Makronährstoffe aufgenommen. Störungen der Darmfunktion wie Blähbauch, Stuhlunregelmäßigkeiten, Nahrungsmittelintoleranz schwächen unsere Abwehrfunktionen genauso wie chronischer Stress, virale Infekte und Umweltgifte. Sie alle setzen dem Immunsystem derart zu, dass schließlich aus der chronischen Entzündung eine gestörte Immuntoleranz wird, die dem Körper zusätzlich schadet. Neben Blutuntersuchungen sind deshalb auch immer Untersuchungen der Darm-/Stuhlflora empfehlenswert.

Für ein gesundes Immunsystem spielen somit viele Faktoren eine wichtige Rolle. Eine ausgewogene Ernährung und angepasste körperliche Aktivität, sowie die hormonelle Situation des Körpers sollten im Gleichgewicht stehen. Gleichzeitig sind eine ausgewogene Zufuhr von Vitaminen und Mikronährstoffen für die Abwehr unerlässlich. Durch eine gezielte Analyse der Darmflora und einer darauf aufbauenden mikrobiologischen Therapie können häufig Beschwerden gelindert und Medikamente reduziert oder gar abgesetzt werden. Mit einer Darmsanierung erhalten und stärken Sie nicht nur Ihre Darmflora, sondern beeinflussen gleichzeitig Ihr Immunsystem positiv. Mit der Darmsymbioselenkung wird die Darmschleimhaut als wesentliche Eintrittspforte für toxische Substanzen abgedichtet. Außerdem normalisiert sich die Aufnahme von Spurenelementen und anderen lebenswichtigen Stoffen, der Verlust von lebenswichtigen Substanzen aus dem Blutstrom in das Darmlumen wird minimiert und das Immunsystem im Darm aktiviert.


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Antientzündliche Ernährung – Schutzschild für Gesundheit

Entzündungen – Training für die Abwehrkräfte

Das Immunsystem muss ständig Schwerstarbeit leisten: Nicht nur, wenn im Winter Grippeviren durch die Gegend fliegen. Das ganze Jahr über beschützt es den Körper vor zahllosen Viren, Bakterien, Pilzen und anderen Krankheitserregern, die Verursacher von Entzündungen im ganzen Organismus. Auch Lebensmittelunverträglichkeiten oder Allergien, Schadstoffe, Luftverschmutzung oder Medikamente können Entzündungen auslösen.

Eine Entzündung an sich ist zunächst keine Erkrankung. Sie ist das Signal dafür, dass das Immunsystem eine Abwehrreaktion eingeleitet hat und der Heilungsprozess angelaufen ist. In gewisser Weise trainieren akute, vorübergehende Infekte das Immunsystem. Es reagiert mit charakteristischen Symptomen wie Heißwerden, Anschwellen und Schmerzen. Hin und wieder tritt auch Fieber auf. Sogenannte Makrophagen, spezialisierte Abwehrzellen des Immunsystems, beginnen damit, den Körper wieder von den Erregern zu befreien, indem sie die Eindringlinge abtöten und Zell- und Gewebetrümmer beseitigen – die Wunde heilt.

Meist arbeitet die körpereigene Abwehr des Menschen so effektiv, dass Infektionen unbemerkt vorüberziehen. Bei sämtlichen Entzündungsprozessen produziert der Körper vermehrt freie Radikale, die gegen Krankheitserreger vorgehen und helfen, Entzündungsprozesse einzudämmen.

Ist das Immunsystem jedoch geschwächt, sind mehr unerwünschte Radikal vorhanden, die dazu führen, dass Entzündungen nicht ausheilen und chronisch werden können. Es gibt viele Faktoren, die zur Schwächung des Immunsystems führen können: ungesunde Lebens- und Ernährungsweisen, Mikronährstoffmangel, andauernde Stresssituationen, Schwermetallbelastungen im Körper oder auch bestehende Erkrankungen. Die Entzündung breitet sich immer weiter im Körper aus. Dieser gerät in Stress und verliert an Energie. Das liegt daran, dass die Millionen kleiner Kraftwerke in den Zellen, die Mitochondrien, nicht mehr funktionsfähig sind und sich wegen mangelnder Regenerationsmöglichkeiten auch nicht mehr erholen können. Je länger ein Entzündungsgeschehen anhält, umso stärker übersäuert der Körper und die Abwehr des Immunsystems wird immer schwächer. In gleichem Masse nehmen die Zellschäden zu.

Unentdeckte chronische Entzündungsherde haben in den meisten Fällen schwere Krankheiten zur Folge wie z. B. Herz- und Kreislauferkrankungen, Demenzen wie Alzheimer, vorzeitige Alterungsprozesse und Krebserkrankungen. Mit einem präventiven Lebensstil, der insbesondere eine entzündungshemmende Ernährung beinhalten sollte, kann einer Schwächung des Immunsystems vorgebeugt werden. Zudem spielen Bewegung und Entspannung sowie gezielter Stressabbau eine große Rolle, um Entzündungsprozesse im Körper zu vermeiden. Nicht zu unterschätzen sind ausreichend Schlaf sowie die Balance zwischen Anspannung und Ruhe.

Entzündungen hemmen mit den richtigen Lebensmitteln

Wer sich gesund und abwechslungsreich ernährt, lebt beschwerdefreier – in vielen Fällen können bestimmte entzündungshemmende Lebensmittel dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe zu einer gesundheitlichen Verbesserung führen. Besteht der Verdacht auf ein Entzündungsgeschehen, sollte zunächst eine Blut- und Stuhlflorauntersuchung durchgeführt werden. Sie gibt Aufschluss darüber, wo und in welchem Umfang belastete Zellen vorhanden sind.

Eine entzündungshemmende Ernährung beinhaltet einen besonders hohen Anteil an gesundheitsfördernden Vitalstoffen wie Omega-3-Fettsäure (z. B. Fisch), Beta-Carotin (z. B. Karotten), Lycopin (z. B. Tomaten), Vitamin B6, C und B (z. B. Nüsse, Obst und Gemüse), Mineralstoffe Selen, Magnesium, Zink und Chrom (Vollkornprodukten) sowie sekundäre Pflanzenstoffen (z. B. Flavonoide in Obst und Gemüse).

Meiden sollte man Lebensmittel, die Entzündungen fördern, also proinflammatorisch wirken. Dazu gehören neben gesättigten Fetten auch Öle, die besonders viel Omega-6-Fettsäuren enthalten (z.B. Distelöl) sowie tierische Lebensmittel wie Schweinefleisch, Kalbfleisch, Eigelb und fetten Käse. Ebenso sind schnell verwertbare Kohlenhydrate wie sie in Zucker oder hellem Weizenmehl stecken, nicht empfehlenswert.


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